
Arthur ist eine Person, wie man sie vielleicht nicht jeden Tag trifft. Ist man mit ihm verwandt, befreundet oder kollegial verbunden, dann fällt es einem gar nicht mehr auf, dass er ein bisschen anders ist. Dann fallen vielmehr zuerst die Spuren des ostdeutschen Dialekts auf, die man im Rheinland, wo er wohnt, eher seltener zu hören bekommt.
Wenn man sich eine Weile mit ihm unterhält, erfährt man bestimmt, dass er sich sehr bemüht, ein Familienmensch zu sein, es aber auch sehr schätzt, stundenlang allein im stillen Kämmerlein wilde Geschichten zusammen zu fantasieren. Am liebsten mit Untermalung von lauter, harter Musik, die er aber auch gerne live und ihn Farbe genießt – so oft, wie es geht, in Begleitung vieler Menschen, gerne auch tagelang am Stück unter freiem Himmel.
Lernt man Arthur noch näher kennen, wird man erfahren, dass sich nordsächsisch-kleinstädtische Wurzeln und eine ausgeprägte Weltoffenheit keineswegs so ausschließen, wie man heutzutage häufiger vermuten mag. Immer wieder wird er betonen, dass einige der besten Menschen, die er kennt, genau von dort stammen. Er wird aber auch verraten, dass es weniger die verschlafene Provinz war, die ihn inspirierte, sondern vielmehr zahllose Filme und eine ganze Menge Bücher bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.
Am allerbesten lernt man Arthur allerdings kennen, wenn man seine wilden Geschichten liest.
• Arthur Yves Klein
• he/him
• aus Bonn
• *1980 in Wurzen/Sachsen
• Fotograf/Grafiker/Autor
